{"id":71,"date":"2026-04-02T13:42:19","date_gmt":"2026-04-02T11:42:19","guid":{"rendered":"https:\/\/rheinmetaller.de\/?p=71"},"modified":"2026-04-02T13:42:19","modified_gmt":"2026-04-02T11:42:19","slug":"endspurt-in-den-tarifverhandlungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rheinmetaller.de\/?p=71","title":{"rendered":"Endspurt in den Tarifverhandlungen"},"content":{"rendered":"\n<p>Eigentlich wollten wir bereits im Februar den neuen Tarifvertrag unterzeichnen.<br>Nachdem auf der Betriebsversammlung am 24. Februar noch alles auf Kurs schien und der Arbeitgeber dort mit weitreichenden Zusagen auftrat, wurde die Verhandlungsrunde am 27. Februar kurzfristig von Arbeitgeberseite abgesagt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der vergangenen Woche mussten wir dann erfahren, dass entgegen der Darstellung auf der Betriebsversammlung f\u00fcr 2026 nun doch eine ungleiche Verteilung der <strong>Leistungszulage<\/strong> geplant ist.<br>Im Tarifvertrag von 2020 ist f\u00fcr 2026 eine Leistungszulage von 5 % vereinbart, die nach den Regeln der bestehenden Betriebsvereinbarung vergeben werden soll. Das Verfahren der sogenannten \u201emethodischen Leistungsbeurteilung\u201c hat 2025 jedoch nicht funktioniert: Zwar haben viele Besch\u00e4ftigte erstmals eine R\u00fcckmeldung zu ihrer Leistung erhalten, doch das Punktesystem f\u00fchrte weder bei Besch\u00e4ftigten noch bei F\u00fchrungskr\u00e4ften zu nachvollziehbaren Ergebnissen. In einigen Bereichen wurde versucht, Punkte direkt in Prozente umzuwandeln \u2013 eine Vorgehensweise, f\u00fcr die das System ausdr\u00fccklich nicht ausgelegt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die IG Metall schl\u00e4gt daher vor, die Zulage f\u00fcr 2026 pauschal auszusch\u00fctten und in Ruhe ein neues, funktionierendes Verfahren f\u00fcr 2027 zu entwickeln.<br>Gerade mit den anstehenden F\u00fchrungswechseln durch die Umorganisation braucht der Betrieb kein System, das bereits gescheitert ist, erneut k\u00fcnstlich am Leben zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch bei der <strong>unbefristeten \u00dcbernahme<\/strong> von Auszubildenden und dual Studierenden gibt es offene Punkte.<br>Der Arbeitgeber m\u00f6chte erg\u00e4nzende Regelungen einf\u00fchren, um festzulegen, welche Auszubildenden <em>nicht<\/em> \u00fcbernommen werden m\u00fcssen. Wir h\u00e4tten uns hierzu einen konkreten Formulierungsvorschlag der Arbeitgeberseite gew\u00fcnscht, um konstruktiv weiterarbeiten zu k\u00f6nnen. Unser Ziel bleibt eine transparente und verl\u00e4ssliche Regelung \u2013 ohne Unsicherheit bis kurz vor der Abschlusspr\u00fcfung.<br>Die Auszubildenden sind seit drei Jahren Teil der Belegschaft und m\u00fcssen sich bei guter Leistung auf eine \u00dcbernahme verlassen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Forderung nach besserem <strong>\u00dcberlastungsschutz<\/strong> ist ein Querschnittsthema, das sich durch mehrere Verhandlungsbereiche zieht.<br>Bei RME herrscht derzeit hoher Arbeitsdruck: Die Besch\u00e4ftigten stemmen zahlreiche Projekte, halten enge Fristen ein und geben t\u00e4glich ihr Bestes. Deshalb brauchen wir verl\u00e4ssliche Mechanismen zur Entlastung und Erholung. Dar\u00fcber sprechen wir sowohl im Zusammenhang mit dem neuen Arbeitszeitmodell als auch bei der M\u00f6glichkeit, die T\u2011ZUG-Sonderzahlung in freie Tage umzuwandeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <strong>n\u00e4chste Verhandlungsrunde<\/strong> findet in der Osterwoche statt.<br>Wir erwarten konstruktive Gespr\u00e4che, um die offenen Punkte endlich gemeinsam zu l\u00f6sen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich wollten wir bereits im Februar den neuen Tarifvertrag unterzeichnen.Nachdem auf der Betriebsversammlung am 24. Februar noch alles auf Kurs schien und der Arbeitgeber dort mit weitreichenden Zusagen auftrat, wurde die Verhandlungsrunde am 27. Februar kurzfristig von Arbeitgeberseite abgesagt. 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