Jahresarchiv 18. Juni 2026

VonIsabella Albert

Abschluss des Haustarifvertrages

Nach einigen Monaten sind wir uns nun in den Schwerpunkten des neuen Haustarifvertrages einig.

Die gemeinsamme Veröffentlichung der IG Metall Bremen und Rheinmetall Electronics GmbH könnt ihr hier finden.

Wir freuen uns über die Anerkennung der Entgeltehöhungen ohne Anrechnung und die Möglichkeit für alle Beschäftigten ihre individuelle Arbeitszeit nach den eingenen Bedürfnissen gestallten zu können.

VonIsabella Albert

Tarifergebnis?

Seit dem 07. April liegt ein Verhandlungsergebnis vor. Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverhandlungsteam haben sich auf die Eckpunkte für den neuen Haustarifvertrag geeinigt. Wie schon auf der Betriebsversammlung im Februar berichtet, soll es ein Wahlarbeitszeitmodell geben, die Deckelung der Tariferhöhung ist Geschichte, die Auszubildenden werden unbefristet übernommen. Letzte Eckpunkte haben wir festgezogen und letzte Kompromisse gefunden.

Dachten wir zumindest. Wir haben einen ausformulierten Textentwurf für den Tarifvertrag an den Arbeitgeber gesendet und eine Erfolgsmeldung für das Mitgliedermagazin geschrieben (siehe PDF). Das war wohl voreilig. Seitdem haben wir keine inhaltliche Rückmeldung bekommen. Wir haben deswegen diese Woche die Beschäftigten mit einem Flugblatt informiert und für nächste Woche zu einer Mitgliederversammlung eingeladen. Dort werden wir unser weiteres Vorgehen beraten. Im besten Falle liegt bis dahin eine Zustimmung des Arbeitgebers vor und wir können uns dann über ein Ergebnis freuen.

VonIsabella Albert

Endspurt in den Tarifverhandlungen

Eigentlich wollten wir bereits im Februar den neuen Tarifvertrag unterzeichnen.
Nachdem auf der Betriebsversammlung am 24. Februar noch alles auf Kurs schien und der Arbeitgeber dort mit weitreichenden Zusagen auftrat, wurde die Verhandlungsrunde am 27. Februar kurzfristig von Arbeitgeberseite abgesagt.

In der vergangenen Woche mussten wir dann erfahren, dass entgegen der Darstellung auf der Betriebsversammlung für 2026 nun doch eine ungleiche Verteilung der Leistungszulage geplant ist.
Im Tarifvertrag von 2020 ist für 2026 eine Leistungszulage von 5 % vereinbart, die nach den Regeln der bestehenden Betriebsvereinbarung vergeben werden soll. Das Verfahren der sogenannten „methodischen Leistungsbeurteilung“ hat 2025 jedoch nicht funktioniert: Zwar haben viele Beschäftigte erstmals eine Rückmeldung zu ihrer Leistung erhalten, doch das Punktesystem führte weder bei Beschäftigten noch bei Führungskräften zu nachvollziehbaren Ergebnissen. In einigen Bereichen wurde versucht, Punkte direkt in Prozente umzuwandeln – eine Vorgehensweise, für die das System ausdrücklich nicht ausgelegt ist.

Die IG Metall schlägt daher vor, die Zulage für 2026 pauschal auszuschütten und in Ruhe ein neues, funktionierendes Verfahren für 2027 zu entwickeln.
Gerade mit den anstehenden Führungswechseln durch die Umorganisation braucht der Betrieb kein System, das bereits gescheitert ist, erneut künstlich am Leben zu halten.

Auch bei der unbefristeten Übernahme von Auszubildenden und dual Studierenden gibt es offene Punkte.
Der Arbeitgeber möchte ergänzende Regelungen einführen, um festzulegen, welche Auszubildenden nicht übernommen werden müssen. Wir hätten uns hierzu einen konkreten Formulierungsvorschlag der Arbeitgeberseite gewünscht, um konstruktiv weiterarbeiten zu können. Unser Ziel bleibt eine transparente und verlässliche Regelung – ohne Unsicherheit bis kurz vor der Abschlussprüfung.
Die Auszubildenden sind seit drei Jahren Teil der Belegschaft und müssen sich bei guter Leistung auf eine Übernahme verlassen können.

Unsere Forderung nach besserem Überlastungsschutz ist ein Querschnittsthema, das sich durch mehrere Verhandlungsbereiche zieht.
Bei RME herrscht derzeit hoher Arbeitsdruck: Die Beschäftigten stemmen zahlreiche Projekte, halten enge Fristen ein und geben täglich ihr Bestes. Deshalb brauchen wir verlässliche Mechanismen zur Entlastung und Erholung. Darüber sprechen wir sowohl im Zusammenhang mit dem neuen Arbeitszeitmodell als auch bei der Möglichkeit, die T‑ZUG-Sonderzahlung in freie Tage umzuwandeln.

Die nächste Verhandlungsrunde findet in der Osterwoche statt.
Wir erwarten konstruktive Gespräche, um die offenen Punkte endlich gemeinsam zu lösen.

VonIsabella Albert

Tarifverhandlungen verschoben

Auf der Betriebsversammlung am 24.02.2026 gab es Grund zum Jubeln. Der Arbeitgeber hat dort insbesondere die Zusage gegeben, dass es keine Anrechnung beim T-ZuG mehr geben wird und die Auszubildenden unbefristet übernommen werden sollen.

Ein kleiner Dämpfer

Im Nachgang wurde der Verhandlungstermin am 27.02.2026 vom Arbeitgeber, aufgrund von Abstimmungsbedarf mit den unterschiedlichen Stakeholdern, abgesagt.

Einen nächsten Verhandlungstermin stellt der Arbeitgeber erst ab Mitte März in Aussicht.

Wir halten euch auf dem Laufenden.

VonIsabella Albert

Aktueller Verhandlungsstand

Dank der starken Beteiligung von über 200 Beschäftigten am vergangenen Donnerstag konnten die Tarifverhandlungen spürbar vorangebracht werden. Durch eure Anwesenheit und euren Einsatz habt ihr deutlich gezeigt, dass ihr hinter unseren Forderungen steht und vom Arbeitgeber ein ernsthaftes, verhandlungsfähiges Angebot erwartet. Dieses klare Signal hat Wirkung gezeigt.

Fortschritte bei der Arbeitszeitgestaltung

Am Ende der jüngsten Verhandlungsrunde konnten wir uns in weiten Teilen auf ein Grundmodell zur zukünftigen Arbeitszeitgestaltung verständigen. Dieser Rahmen muss nun weiter konkretisiert werden. Dazu gehört, verbindliche Schwellwerte für Arbeitszeiten festzulegen und zu definieren, wie Abweichungen davon geregelt werden sollen. Das ist ein wichtiger Schritt, der in der nächsten Verhandlungsrunde weiter ausgestaltet werden muss.

Position des Arbeitgebers

Die Arbeitgeberseite verfolgt weiterhin das Ziel, ein größeres Arbeitszeitvolumen zu verhandeln. Zusätzlich möchte sie verschiedene Regelungen aus dem bisherigen Haustarifvertrag beibehalten. Dazu zählen unter anderem Vereinbarungen zu Leihbeschäftigten sowie zu Kündigungsfristen. Wir erinnern den Arbeitgeber daran, dass er mehr als die Arbeitszeit fordert und die anderen Punkte nicht automatisch in den neuen Haustarifvertrag fortgeschrieben werden.

Position der Arbeitnehmerseite

Wir haben unsere zentralen Forderungen deutlich bekräftigt und weiter untermauert. Dazu gehören insbesondere:

  • die Möglichkeit zur T‑ZUG‑Wandlung für alle Beschäftigten,
  • die Übernahme aller Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss,
  • ein Mitgliederbonus,
  • sowie ein verbesserter Zugang zur Altersteilzeit.

Diese Forderungen sind für uns zentrale Bestandteile eines fairen und zukunftsorientierten Tarifabschlusses.

Das Verfahren zur methodischen Leistungsbeurteilung hat sich 2025 nicht bewährt. Ohne eine Anpassung der Methodik 2026 die Bewertung zu wiederholen, schadet dem Instrument und der Anerkennung der Leistungsbeurteilung. Wir setzen uns für eine einheitliche Auszahlung der Leistungszulage 2026 in Höhe von 6% ein.

Einschätzung des Angebots

Der Arbeitgeber betrachtet es bereits als „Entgegenkommen“, auf seine ursprünglich geplante Reduzierung der Entgelterhöhung auf 1,5 % zu verzichten. Aus unserer Sicht reicht dies jedoch nicht aus, um eine ausgewogene Gesamtlösung zu erreichen. Deshalb halten wir weiterhin uneingeschränkt an allen unseren Forderungen fest.

VonIsabella Albert

Verhandlungsrunde am 05.02.

Morgen, am 05.02., gehen die Tarifgespräche bei RME weiter. Wir sind dem Arbeitgeber bei seiner Arbeitszeitforderung entgegengekommen, jetzt ist es Zeit, dass sich auch der Arbeitgeber bewegt. Genau deshalb ist ein sichtbares Signal der Belegschaft jetzt besonders wichtig.

Wo stehen die Verhandlungen aktuell?

Unbefristete Übernahme der Auszubildenden

Trotz des großen Fachkräftebedarfs lehnt der Arbeitgeber die unbefristete Übernahme weiterhin ab.
Sein Angebot: 24 statt 18 Monate befristete Übernahme – das reicht nicht!

T‑ZUG-Wandlung in 6 freie Tage

Viele Beschäftigte wünschen sich diese Entlastung und wären in allen anderen Wochen voll einsatzbereit.
Der Arbeitgeber zeigt kein Entgegenkommen, obwohl die Lösung praxistauglich ist.

Mitgliedervorteil & AT‑Grenze

Hier herrscht auf Arbeitgeberseite komplette Blockade – keine Verhandlungsbereitschaft.

Arbeitszeiten & Workload

Der Arbeitgeber will längere Arbeitszeiten für mehr Beschäftigte, um den Workload zu stemmen.
Wir sind bereits auf ihn zugegangen und haben ein Wahlarbeitszeitmodell angeboten, das Flexibilität ermöglicht, ohne die Belastung zu erhöhen.
Jetzt ist der Arbeitgeber am Zug, sich zu bewegen.

„Überforderungsschutz“ 2026

Der Arbeitgeber will die Tariferhöhung auch 2026 noch anrechnen (alles über 1,5 % Erhöhung).
Unsere Position ist klar:
Wir unterschreiben keinen Tarifvertrag, in dem eine solche Anrechnung enthalten ist.
Wir bestehen auf die vollen 3,1 % ab April 2026, wie in der Fläche vereinbart.

Warum die Teilnahme der Belegschaft wichtig ist

Wir haben in der letzten Verhandlung lange über die Forderung des Arbeitgebers gesprochen. Es kann jedoch keine Einigung geben, in der unsere Forderungen unbeachtet bleiben. Ein sichtbares Signal aus der Belegschaft erhöht den Druck und stärkt unsere Position in den Verhandlungen.

VonIsabella Albert

Tarifverhandlung bei Rheinmetall Electronics: Wir brauchen Bewegung

Am Dienstag, 13. Januar, fand die zweite Tarifverhandlung zwischen der IG Metall und dem Arbeitgeber bei Rheinmetall Electronics in Bremen statt.
Der Arbeitgeber hat ein Gegenangebot zu unseren Forderungen vorgelegt. Nach intensiver Prüfung war klar: Es muss Bewegung in die Verhandlungen kommen. Deshalb sind wir einen großen Schritt auf die Arbeitgeberseite zugegangen.

Unser Vorschlag: Ein Wahlmodell für die Arbeitszeit.
Künftig soll jeder Beschäftigte selbst entscheiden können, wie viele Stunden er oder sie arbeiten möchte – bis zu 40 Stunden pro Woche. Wer weniger arbeiten will, kann das ebenfalls tun. Die Arbeitszeit kann jährlich angepasst werden. Damit schaffen wir Flexibilität für die Beschäftigten und kommen gleichzeitig dem Wunsch des Arbeitgebers nach mehr Möglichkeiten für 40-Stunden-Verträge entgegen. Aktuell gilt bei Rheinmetall Electronics eine Volumenarbeitszeit von 37,5 Stunden. Das bedeutet: Im Durchschnitt aller Beschäftigten muss eine Wochenarbeitszeit von 37,5 Stunden erreicht werden. Vollzeitkräfte arbeiten derzeit 35, 37,5 oder 40 Stunden. Für jede Teilzeitkraft können entsprechend mehr 40-Stunden-Verträge vergeben werden. Der Arbeitgeber möchte dieses Modell beibehalten, aber den Durchschnitt auf 39,5 Stunden erhöhen. Bei unserer zentralen Forderung – die Tariferhöhungen nicht länger auf 1,5 % herunterzurechnen – will der Arbeitgeber erst ab 2027 nachgeben. Das ist für uns nicht akzeptabel. Wir bestehen darauf, dass die Regelung sofort gilt. Damit würde es im April 2026 eine Entgelterhöhung von 3,1 % geben, wie in der gesamten Metall- und Elektroindustrie.

Unser Fazit: Wir sind mit dem bisherigen Verlauf sehr unzufrieden und erwarten konstruktive Verhandlungen. Der nächste Termin ist Montag. Bis dahin gilt: Bringt das Thema in die Gespräche – in der Kaffeepause, in der Kantine, überall! Sprecht mit euren Kolleginnen über die IG Metall-Mitgliedschaft. Wir müssen wissen, auf wen wir zählen können, falls der Arbeitgeber kein faires Angebot macht.

Gemeinsam sind wir stark – und nur gemeinsam können wir Druck machen.