Monatsarchiv 26. Februar 2026

VonIsabella Albert

Tarifverhandlungen verschoben

Auf der Betriebsversammlung am 24.02.2026 gab es Grund zum Jubeln. Der Arbeitgeber hat dort insbesondere die Zusage gegeben, dass es keine Anrechnung beim T-ZuG mehr geben wird und die Auszubildenden unbefristet übernommen werden sollen.

Ein kleiner Dämpfer

Im Nachgang wurde der Verhandlungstermin am 27.02.2026 vom Arbeitgeber, aufgrund von Abstimmungsbedarf mit den unterschiedlichen Stakeholdern, abgesagt.

Einen nächsten Verhandlungstermin stellt der Arbeitgeber erst ab Mitte März in Aussicht.

Wir halten euch auf dem Laufenden.

VonIsabella Albert

Aktueller Verhandlungsstand

Dank der starken Beteiligung von über 200 Beschäftigten am vergangenen Donnerstag konnten die Tarifverhandlungen spürbar vorangebracht werden. Durch eure Anwesenheit und euren Einsatz habt ihr deutlich gezeigt, dass ihr hinter unseren Forderungen steht und vom Arbeitgeber ein ernsthaftes, verhandlungsfähiges Angebot erwartet. Dieses klare Signal hat Wirkung gezeigt.

Fortschritte bei der Arbeitszeitgestaltung

Am Ende der jüngsten Verhandlungsrunde konnten wir uns in weiten Teilen auf ein Grundmodell zur zukünftigen Arbeitszeitgestaltung verständigen. Dieser Rahmen muss nun weiter konkretisiert werden. Dazu gehört, verbindliche Schwellwerte für Arbeitszeiten festzulegen und zu definieren, wie Abweichungen davon geregelt werden sollen. Das ist ein wichtiger Schritt, der in der nächsten Verhandlungsrunde weiter ausgestaltet werden muss.

Position des Arbeitgebers

Die Arbeitgeberseite verfolgt weiterhin das Ziel, ein größeres Arbeitszeitvolumen zu verhandeln. Zusätzlich möchte sie verschiedene Regelungen aus dem bisherigen Haustarifvertrag beibehalten. Dazu zählen unter anderem Vereinbarungen zu Leihbeschäftigten sowie zu Kündigungsfristen. Wir erinnern den Arbeitgeber daran, dass er mehr als die Arbeitszeit fordert und die anderen Punkte nicht automatisch in den neuen Haustarifvertrag fortgeschrieben werden.

Position der Arbeitnehmerseite

Wir haben unsere zentralen Forderungen deutlich bekräftigt und weiter untermauert. Dazu gehören insbesondere:

  • die Möglichkeit zur T‑ZUG‑Wandlung für alle Beschäftigten,
  • die Übernahme aller Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss,
  • ein Mitgliederbonus,
  • sowie ein verbesserter Zugang zur Altersteilzeit.

Diese Forderungen sind für uns zentrale Bestandteile eines fairen und zukunftsorientierten Tarifabschlusses.

Das Verfahren zur methodischen Leistungsbeurteilung hat sich 2025 nicht bewährt. Ohne eine Anpassung der Methodik 2026 die Bewertung zu wiederholen, schadet dem Instrument und der Anerkennung der Leistungsbeurteilung. Wir setzen uns für eine einheitliche Auszahlung der Leistungszulage 2026 in Höhe von 6% ein.

Einschätzung des Angebots

Der Arbeitgeber betrachtet es bereits als „Entgegenkommen“, auf seine ursprünglich geplante Reduzierung der Entgelterhöhung auf 1,5 % zu verzichten. Aus unserer Sicht reicht dies jedoch nicht aus, um eine ausgewogene Gesamtlösung zu erreichen. Deshalb halten wir weiterhin uneingeschränkt an allen unseren Forderungen fest.

VonIsabella Albert

Verhandlungsrunde am 05.02.

Morgen, am 05.02., gehen die Tarifgespräche bei RME weiter. Wir sind dem Arbeitgeber bei seiner Arbeitszeitforderung entgegengekommen, jetzt ist es Zeit, dass sich auch der Arbeitgeber bewegt. Genau deshalb ist ein sichtbares Signal der Belegschaft jetzt besonders wichtig.

Wo stehen die Verhandlungen aktuell?

Unbefristete Übernahme der Auszubildenden

Trotz des großen Fachkräftebedarfs lehnt der Arbeitgeber die unbefristete Übernahme weiterhin ab.
Sein Angebot: 24 statt 18 Monate befristete Übernahme – das reicht nicht!

T‑ZUG-Wandlung in 6 freie Tage

Viele Beschäftigte wünschen sich diese Entlastung und wären in allen anderen Wochen voll einsatzbereit.
Der Arbeitgeber zeigt kein Entgegenkommen, obwohl die Lösung praxistauglich ist.

Mitgliedervorteil & AT‑Grenze

Hier herrscht auf Arbeitgeberseite komplette Blockade – keine Verhandlungsbereitschaft.

Arbeitszeiten & Workload

Der Arbeitgeber will längere Arbeitszeiten für mehr Beschäftigte, um den Workload zu stemmen.
Wir sind bereits auf ihn zugegangen und haben ein Wahlarbeitszeitmodell angeboten, das Flexibilität ermöglicht, ohne die Belastung zu erhöhen.
Jetzt ist der Arbeitgeber am Zug, sich zu bewegen.

„Überforderungsschutz“ 2026

Der Arbeitgeber will die Tariferhöhung auch 2026 noch anrechnen (alles über 1,5 % Erhöhung).
Unsere Position ist klar:
Wir unterschreiben keinen Tarifvertrag, in dem eine solche Anrechnung enthalten ist.
Wir bestehen auf die vollen 3,1 % ab April 2026, wie in der Fläche vereinbart.

Warum die Teilnahme der Belegschaft wichtig ist

Wir haben in der letzten Verhandlung lange über die Forderung des Arbeitgebers gesprochen. Es kann jedoch keine Einigung geben, in der unsere Forderungen unbeachtet bleiben. Ein sichtbares Signal aus der Belegschaft erhöht den Druck und stärkt unsere Position in den Verhandlungen.